ᐅ Die besten Hardware Wallets im Test (Oktober/2018)

Hardware Wallets im Test

Ein Geldbeutel ersetzt keinen Safe. Deshalb ersetzen die zahlreichen kostenlosen Online-Wallets auch keine Bitcoin-Hardware-Wallet, um digitales Geld sicher aufzubewahren.

Denn nur ein physisches Gerät ohne eigenen Internetanschluss schützt die Währungen vor Hackerangriffen. Selbst der Antivirus-Pionier John McAfee hält nur Hardware-Wallets für ausreichend sicher

Hast Du erst für 100 Euro Bitcoins gekauft, lohnt es sich wahrscheinlich noch nicht, in eine Hardware-Wallet zu investieren, welche mindestens 50 Euro kostet.

Bei größeren Beträgen oder hohen Wertsteigerungen deines Einsatzes sieht das dagegen schon ganz anders aus.

Hier erfährst Du mehr über die besten Bitcoin-Hardware-Wallets und wie Du sie sicher verwendest.


So funktionieren Hardware-Wallets

Hardware-Wallets sind einzig und allein dazu geeignet, Kryptowährungen zu senden, empfangen und aufzubewahren.

Zur Einrichtung oder zum Durchführen von Transaktionen werden die Hardware-Wallets über ein (mitgeliefertes) USB-Kabel mit dem Computer verbunden. Der PC kann aber zu keinem Zeitpunkt deine privaten Schlüssel sehen, mit denen Du über deine Bitcoins verfügst.

Wegen der Speicherung im Offline-Modus gehören Hardware-Wallets auch zu den "Cold Storages". Deskop-Wallets (Software-Wallets) speichern die privaten Schlüssel zwar ebenfalls offline, diese liegen aber auf dem Computer bzw. Smartphone und bieten daher mehr Angriffsfläche.



Auch bei Verlust des Geräts sind die Bitcoins sicher

Jedes Mal, wenn Deine Hardware-Wallet an den PC angeschlossen wird, ist die Eingabe eines anfangs festgelegten PIN notwendig.

Diebe können mit dem Gerät also nicht viel anfangen. Zudem wird dir bei der Einrichtung auf dem Gerät ein Satz aus zehn bis 24 nicht zusammenhängenden Wörtern angezeigt. Auf dem Bildschirm deines PC siehst Du, welches Wort welche Reihenfolge im Satz einnehmen soll.

Diesen Satz, auch Recovery-Seed oder Pass-Phrase genannt, musst Du dir handschriftlich auf einem Zettel notieren und sicher aufbewahren. Es schadet nicht, wenn Du den Satz noch auf einen weiteren Zettel schreibst. Nur durch diesen Satz gelangst Du wieder an dein digitales Geld, falls die Hardware-Wallet abhandenkommt oder kaputtgeht.

Die Wiederherstellung deiner privaten Schlüssel kann dann über eine Online- oder Deskop-Wallet erfolgen.



Schutz bei virenverseuchten Computern

Selbst wenn sich auf deinem PC Viren befinden, kann kein Hacker Bitcoins abzapfen.

Schließlich muss jede Transaktion über die Knöpfe am Gerät bestätigt werden. Auf dem Gerätedisplay werden dafür der Betrag und die empfangende bzw. versendende Coinadresse noch einmal angezeigt.

Überprüfe jede Adresse noch einmal, denn Transaktionen mit Bitcoins gehen immer nur in eine Richtung: Schickst Du die Bitcoins an eine falsche Adresse, wirst Du das nicht mehr ändern können. Der Anbieter der Wallet wird das auch nicht rückgängig machen können.



Die besten Bitcoin-Hardware-Wallets im Vergleich

Der Markt für Hardware-Wallets ist noch überschaubar, aber stark in Bewegung.

Drei gängige Modelle werden im Folgenden vorgestellt. Anders als manche andere Hardware-Wallets verfügen sie alle über ein Display, bieten regelmäßig Updates an und weisen keine bekannten Schwachstellen bei der Sicherheit auf.


  • Trezor
  • Ledger Nano S
  • Keep Key

KeepKey ist eine sehr junge Hardware-Wallet und wie die anderen Geräte ist es mit Windows, Linux und Mac kompatibel, aber nicht mit Android-Smartphones über ein OTG-Kabel.

Gerät und Display sind größer als bei den anderen beiden Wallets im Vergleich.

Die hauseigene Chrome-App ist noch etwas rudimentär.

Keep Key unterstützt neben Bitcoins folgende alternativen Kryptowährungen, auch Altcoins genannt:

  • Litecoin
  • Dogecoin
  • Namecoin
  • Testnet
  • Ethereum
  • Dash

Wer nicht nur auf Bitcoins setzt, hat bei KeepKey den Vorteil, dass nicht nur Transaktionen zwischen einer Kryptowährung und Fiatgeld (Euro, Dollar...) möglich sind, sondern auch direkt zwischen verschiedenen Kryptowährungen.

Ein Nachteil an diesem Produkt ist, dass es sich aufgrund seines Alters noch nicht so lange bewähren konnte.


Kein Zwang zu Chrome-App

In den Anleitungen der Wallet-Hersteller wird jeweils empfohlen, die eigene Chrome-App zu verwenden. Zwar funktioniert Chrome sehr gut bei den meisten Betriebssystemen, aber nicht jeder möchte diese Abhängigkeit von Google.

Du kannst deshalb für ein einfaches Setup und einige andere Funktionen andere Apps verwenden. Zum Beispiel funktioniert Ledger, Trezor und Keepkey mit der Deskop-Wallet Electrum.

Fazit

Alle drei Bitcoin-Hardware-Wallets bieten ein sehr hohes Maß an Sicherheit und sind empfehlenswert. Es existieren kleine Unterschiede bei der Handhabung und der Kompatibilität mit hausfremden Apps.

Wer weniger gängige Altcoins aufbewahren möchte, kann dies eventuell nur mit dem Ledger Nano S. Möchtest Du die die Wallet mit deinem Android-Smartphone benutzen, benötigst Du entweder das Ledger-Gerät oder den Trezor.

Klare Unterschiede sind beim Preis erkennbar: Keepkey ist das teuerste Produkt und der Ledger Nano S am preiswertesten, wobei die Kosten wahrscheinlich sinken werden.

Welche Hardware-Wallet benutzt Du? Teile gerne in den Kommentaren mit, wie zufrieden Du mit deinem Gerät bist, oder ob Du Bugs bemerkt hast.

Besitzt Du noch gar keine Bitcoins oder suchst neue Handelsplattformen? Dann lese dir am besten diese Anleitung zum Bitcoin-Kauf durch.

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